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Haptonomische Begleitung

In der haptonomischen Begleitung geht es darum zu erfahren, wie man sein Kind vor, während und nach der Geburt liebevoll annimmt und bestätigt - Ein liebevoller Kontakt zu dritt ist gemeint!

in der haptonomischen Arbeit konzentrieren sich die Beobachtungen besonders auf die Rolle, die die gefühlsmäßige Beteiligung an allen zwischenmenschlichen Kontakten spielt.

Meistens geschieht es unbewusst. Für die Selbsterfahrung und das persönliche Wohlbefinden des Menschen sind gefühlsmäßige Bindungen und Kontakt zum Partner und Kind von hervorragender Bedeutung. Jeder Mensch strebt mehr oder weniger unbewusst einen Zustand innerer Ruhe und Sicherheit an.

Das fundament für die Entwicklung einer basalen Sicherheit wird in der Kindheit gelegt. Dabei ist ein liebevoll bestärkendes Verhalten der Eltern, die Sicherheit und Geborgenheit geben, von großer Bedeutung. Die wiederholte Erfahrung einer affektiven Bestätigung lässt im Menschen die Fähigkeit wachsen, vertruanesvolle gefühlsmäßige Beziehungen aufzunehmen. Auch die Wurzeln der Liebesfähigkeit des Menschen liegt hier.

Die Haptonomie ist in ihrer Anwendung keine Heilmethode oder Technik, es geht um eine Kontaktaufnahme durch Berührung um zu bestärken. Die haptonomische Begleitung will den Menschen mit sienem tiefen Wissen und Gefühlen in Kontakt bringen. Sie will Fähigkeiten des Menschen, liebevolle stabile und sichere Kontakte aufzubauen, unterstützen. Letzten Endes lässt sich Haptonomie kaum beschreiben. Man muss sie erfahren und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Die haptonomische Begleitung in der Schwangerschaft gibt Eltern Unterstützung in einer Zeit der Veränderung. Sie hilft beim Wachsen und Zusammenwachsen. Die Eltern können ihre Sensibilität im Kontakt miteinander fördern, mehr über sich und ihre Beziehung erfahren. Das wird vom Kind wahrgenommen und macht es neugierig. Dieser Kontakt miteinander zeigt andere Wege jenseits von üblichen Bildern und Vorstellungen.

Der haptonomische Kontakt hilft der Frau und Mutter, den Schoß zu einem liebevollen Nest, das Zuhause des Kindes (denn das ist mehr als Bauch und Becken) herzustellen. So gibt sie sich und damit dem Kind sowohl im körperlichen als auch im seelisch-gefühlsmäigen Sinn den nötigen Raum.

Der Vater wird ebenso mit einbezogen, er bekommt die Zeit und Gelegenheit, seine Gefühle wahrzunehmen und auch schon vor der Geburt mit dem Kind in einen innigen Kontakt zu treten.

Die haptonomische Schwangerschaftsbegleitung beginnt zwischen 24 und 28 Schwangerschaftswochen. Es sind Einzelsitzungen mit dem Paar und der Hebamme.

Vielen Dank an Ruth Sichermann und Mena van Damme für die schöne Beschreibung der haptonomischen Arbeit